Gedanken zum Montag, 4.5.2020

Der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Lk 14,22

Abstand ist gesund. Diese Worte begleiten uns nun auf Schritt und Tritt. 

Auch in Gottesdienste, deren Verbot heute gelockert wird. Genauer gesagt: Gebetsgottesdienste mit maximal einer Person je 15 Quadratmeter sind nun wieder erlaubt. Aber kein Chor. Das bleibt eine schwerwiegende Beschränkung, denn gemeinsamer Gesang ist eine der ursprünglichsten Lebensäußerungen reformatorischer Gemeinden. 

Doch das Verbot hat seine Berechtigung in der Abwehr der Pandemie. Corona ist Feind — nicht staatliche Verbote.

Leere Kirchen sollen sich erneut füllen. Aber schrittweise. So geschieht es auch im Gleichnis vom Großen Abendmahl. Darin berichten die Mitarbeitenden dem Hausherren, wie sich dessen Haus nach und nach füllt. Ein volles Haus ist das angestrebte Ziel. Der Weg dahin ist offensichtlich lang und mühsam. Doch die Mitarbeitenden werden bestärkt und ermutigt. Die Zeit der Distanz wird mit Zuversicht durchschritten. Die noch nicht eingelöste Hoffnung: Am Ende wird herzliche Gemeinschaft auch körperlich wieder möglich.

Gott sei Dank!