Gedanken zur Tageslosung am Sonntag, 10. Mai 2020 (Muttertag)

„Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir.“ (1. Samuel 10,7)

Einen solchen Segen der Mutter wünsche ich jedem Kind, das aus dem Haus geht. Allerdings läßt sich Gott nicht für jedes Handeln von Menschen in Verantwortung nehmen: Als Kaiser Wilhelm II seine Truppen mit dem Spruch „Gott mit uns“ am Koppelschloss in den Krieg schickte, verweigerte sich Gott des Kaisers Machtanspruch. Auch die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche im Zentrum Berlins fiel Hybris zum Opfer. 

Schon der erste König Israels, Saul aus Benjamin, war darauf angewiesen, dass seine Macht ihre Grenze fanden an den Geboten Gottes. Denn der Allgütige bindet seinen Segen an ein menschliches Handeln, dass seiner Liebe entspricht – und sich daher an seine Gebote bindet. In Jesu Handeln wurde das eindrücklich sichtbar.

75 Jahre Frieden in unserem Land lassen mich staunen über die Leistungen derer, die ein oder gar zwei Weltkriege überlebten und mir ein Aufwachsen in Selbstbestimmung und Weltoffenheit ermöglichten.

Dankbar bin ich allen, die ihre Kinder mit verantwortungsvollen Reden und Handeln dabei unterstützen ihr Leben als Gestaltungsaufgabe im Zusammenhang weltweiter Menschheit zu begreifen. Und noch immer erleben Kinder vor allem Frauen als Erziehende in Familie, Kindergarten und Schule.

An diesem Sonntag unterstreiche ich den Dank an unsere Mütter.