Der Geist Gottes überwindet Rassismus

Ich kann nicht schweigen: Der Rassismus in den USA betrifft auch uns in Deutschland. Auch bei uns müssen wir uns davor hüten, Menschen anderer Kultur oder anderen Aussehens in ihrer Würde und ihren Rechten zu diskriminieren.

Der Geist Gottes macht uns gerade am Pfingstfest darauf aufmerksam. Er verbindet die Hörenden. Und doch müssen wir unsere Beiträge dazu leisten. Christenpflicht entspringt dem Hören auf den Geist, wie es die Pfingstgeschichte in der Apostelgeschichte zeigt.

Ich bitte Gott, dass er uns den Rassismus überwinden lässt in seinem Geist und seiner Kraft der Liebe.

Der Beitrag von Klaus Brinkbäumer in der heutigen ZEIT ist so erhellend – und formuliert auch meine Trauer.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-06/usa-rassismus-george-floyd-donald-trump-polizeigewalt/komplettansicht

Gedanken zum Lehrtext am Pfingstsonntag (31. Mai) 2020

S. Hermann & F. Richter – pixabay

Pfingsten und Tauben gehören für mich zusammen wie der Glaube an Jesus und der Heiligen Geist. Seine Wirkungen erkennt man am besten in Trost, Gerechtigkeit und Frieden unter den Menschen. Dafür steht als Symbol auch die Taube, die am Ende der Sintflutgeschichte auftaucht. Auslöser für die Flut war maßlose Gewalt zwischen den Menschen, doch nach der Flut ist ein Neuanfang für die gesamte Schöpfung möglich. An dieser Wegmarke bringt die Taube einen grünen Zweig zu Noah und zeigt so: Die Erde ist bereit für die Neuanfang – für Frieden der Menschen untereinander und mit der Natur. Zu Recht erkannte die Friedensbewegung diesen Zusammenhang und seitdem ist die Taube auch Zeichen für den Wunsch nach Frieden. 

Doch wir wissen, dass die Geschichte der Menschheit weiterhin massiv von Gewalt geprägt wird. Das zeigt auch der Mord an George Floyds. Sein Tod steht in einer Kette von Mord und Todschlag weißer an schwarzen Menschen. Die Idee, Weiße – europäisch stämmige Menschen – könnten selbstherrlich über Leben und Tod Anderer entscheiden, kann sich jedoch nicht auf den biblischen Glauben berufen. Seit dem Tod Jesu am Kreuz ist offensichtlich: Gott will keine Toten, sondern Menschen, die friedlich miteinander leben. 

Im Heilige Geist ruft Gott alle Menschen zu gegenseitige Solidarität und überwindet die von Menschen gemachten Klassengrenzen. Die beiden Pfingstfeiertage geben uns besondere Ruhe für Gedanken und Gebete des Friedens.

Paulus schreibt: „Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“ (1. Korinther 12,13)

Ich wünsche gesegnete Pfingsten.

Martin Pommerening

S. Hermann & F. Richter – pixabay

Gedanken zur Tageslosung am Sonntag, 10. Mai 2020 (Muttertag)

„Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir.“ (1. Samuel 10,7)

Einen solchen Segen der Mutter wünsche ich jedem Kind, das aus dem Haus geht. Allerdings läßt sich Gott nicht für jedes Handeln von Menschen in Verantwortung nehmen: Als Kaiser Wilhelm II seine Truppen mit dem Spruch „Gott mit uns“ am Koppelschloss in den Krieg schickte, verweigerte sich Gott des Kaisers Machtanspruch. Auch die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche im Zentrum Berlins fiel Hybris zum Opfer. 

Schon der erste König Israels, Saul aus Benjamin, war darauf angewiesen, dass seine Macht ihre Grenze fanden an den Geboten Gottes. Denn der Allgütige bindet seinen Segen an ein menschliches Handeln, dass seiner Liebe entspricht – und sich daher an seine Gebote bindet. In Jesu Handeln wurde das eindrücklich sichtbar.

75 Jahre Frieden in unserem Land lassen mich staunen über die Leistungen derer, die ein oder gar zwei Weltkriege überlebten und mir ein Aufwachsen in Selbstbestimmung und Weltoffenheit ermöglichten.

Dankbar bin ich allen, die ihre Kinder mit verantwortungsvollen Reden und Handeln dabei unterstützen ihr Leben als Gestaltungsaufgabe im Zusammenhang weltweiter Menschheit zu begreifen. Und noch immer erleben Kinder vor allem Frauen als Erziehende in Familie, Kindergarten und Schule.

An diesem Sonntag unterstreiche ich den Dank an unsere Mütter.

Gedanken zum Montag, 4.5.2020

Der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Lk 14,22

Abstand ist gesund. Diese Worte begleiten uns nun auf Schritt und Tritt. 

Auch in Gottesdienste, deren Verbot heute gelockert wird. Genauer gesagt: Gebetsgottesdienste mit maximal einer Person je 15 Quadratmeter sind nun wieder erlaubt. Aber kein Chor. Das bleibt eine schwerwiegende Beschränkung, denn gemeinsamer Gesang ist eine der ursprünglichsten Lebensäußerungen reformatorischer Gemeinden. 

Doch das Verbot hat seine Berechtigung in der Abwehr der Pandemie. Corona ist Feind — nicht staatliche Verbote.

Leere Kirchen sollen sich erneut füllen. Aber schrittweise. So geschieht es auch im Gleichnis vom Großen Abendmahl. Darin berichten die Mitarbeitenden dem Hausherren, wie sich dessen Haus nach und nach füllt. Ein volles Haus ist das angestrebte Ziel. Der Weg dahin ist offensichtlich lang und mühsam. Doch die Mitarbeitenden werden bestärkt und ermutigt. Die Zeit der Distanz wird mit Zuversicht durchschritten. Die noch nicht eingelöste Hoffnung: Am Ende wird herzliche Gemeinschaft auch körperlich wieder möglich.

Gott sei Dank!

Klimastreik am 24.4.2020

An diesem Sonntag Quasimodogeniti bin ich einem Link meines Energieversorgers zur Seite der FfF Friday-for-Future gefolgt.

Dort wird aufgerufen zum Klimastreik am kommenden Freitag.

Screenshot aus https://www.klima-streik.org/#c445, abgerufen am 19.4.2020, 15:34 Uhr

Natürlich ist das nicht grundlos. Vielmehr gibt es Forderungen an die Politik, die nicht ungehört bleiben sollen. Darum hier ein Screenshot mit einem Ausschnitt der Forderungen, die auch ich schon heute, dann am 24.4. und darüber hinaus unterstütze:

Auszug aus den Forderungen, https://fridaysforfuture.de/forderungen/ abgerufen am 19.4.2020, 15:33 Uhr

Willkommen Ostern!

Die vergangenen Tage waren alles Andere als langweilig. Die Vorbereitungen auf den Karfreitagsgottesdienst unter den Bedingungen der Kontaktbeschränkungen. Und dann das Fest danach – auch das sollte vorbereitet sein.

Heute nun ist Ostern!

Osterschmuck im Garten

Ganz früh fand ich Nachrichten unseres Sohnes und meiner Schwester in meinem Telefon. Dann machte ich mich auf in die Küche.

Seit vielen Jahren backe ich am Ostermorgen einen Hefezopf – oder auch mehrere, denn ich bin gewohnt, ihn mit den Gottesdienstbesuchenden am Morgen zu teilen.

Heute saß ich allein mit meiner Frau am Frühstückstisch. Das Osterbrot schmeckte wunderbar. Anschließend feierten wir einen Gottesdienst im Livestream mit. – Anders als gewohnt, aber er vermittelte die gute Botschaft: Jesus ist vom Tode erweckt – und auch wir dürfen einander Lebenszeichen senden.

Da klingelte auch schon das Telefon – und eine Freundin meldete sich.

Auch ich will Lebenszeichen senden.

GESEGNETE OSTERN: JESUS IST AUFERSTANDEN!

Die Isolation des Todes hat er überwunden und an seinem Sieg über den Tod will er uns Anteil geben.

Auf der Internetseite der Kirchengemeinde Oldesloe schreibe ich übrigens im dortigen Blog.